H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

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JubiJoker
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H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon JubiJoker » 16.07.2018, 10:44

Hallo,

mein JubilĂ€umsjoker hat an der TĂŒre so wie am Heck einen kleinen Unfallschaden.
Trotz des Schadens habe ich einen PrĂŒfer gefunden, welcher mir das H-Kennzeichen dennoch ausstellen wĂŒrde.
Soweit so gut...
Nun zu meiner Frage:

Werden beim erstmaligen Gutachten fĂŒr das H-Kennzeichen die vorhandenen MĂ€ngel aufgelistet, sodass fĂŒr diese bei der nĂ€chsten HU "Bestandschutz" besteht?

D.h. sollte der PrĂŒfer wechseln ist es dann möglich, dass auf Grund der BlechschĂ€den das H-Kennzeichen aberkannt wird, obwohl diese bei der Erstabnahme bereits vorhanden waren?

Über eure RĂŒckmeldung wĂ€re ich dankbar.

Viele GrĂŒĂŸe
JubiJoker

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon Bulli_Spax » 16.07.2018, 11:39

JubiJoker hat geschrieben:Werden beim erstmaligen Gutachten fĂŒr das H-Kennzeichen die vorhandenen MĂ€ngel aufgelistet, sodass fĂŒr diese bei der nĂ€chsten HU "Bestandschutz" besteht?
Nein diese MĂ€ngel werden nicht notiert und fĂŒr das H gilt der aktuelle Zustand und nicht was vor X Jahren mal war.

D.h. sollte der PrĂŒfer wechseln ist es dann möglich, dass auf Grund der BlechschĂ€den das H-Kennzeichen aberkannt wird, obwohl diese bei der Erstabnahme bereits vorhanden waren?
Ja das H kann jederzeit aberkannt werden wenn du zu einem anderen PrĂŒfer gehst, da der Ist Zustand beurteilt wird und der muss eben H-fĂ€hig sein. Da nehmen sich die PrĂŒfer mehr oder weniger Spielraum.
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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon burger » 16.07.2018, 14:49

Ja so ist das Spiel mit dem TÜV, eine Garantie auf gleiche Entscheidungen in der Zukunft gibts da nicht.
Aber mal unter uns: Da bist du aber ein bissl sehr Àngstlich.
Bis du ein H aberkannt bekommst muss schon was gravieremdes sein.
Und du kannst ja sofort auf die Beule hinweisen (und sagen wird noch repariert ;-) und falls es da bedenken gibt fÀhrst du zum nÀchsten.
Gruß aus OWL,
Markus

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon RetroLogic » 16.07.2018, 15:03

JubiJoker hat geschrieben:Hallo,
D.h. sollte der PrĂŒfer wechseln ist es dann möglich, dass auf Grund der BlechschĂ€den das H-Kennzeichen aberkannt wird, obwohl diese bei der Erstabnahme bereits vorhanden waren?


Man sollte sein kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut schon ein bisschen pflegen. Wenn man es mit der Pflege und Wartung offentsichtlich (weil Delle immer noch da) zwischen der einen und der anderen HU nicht so ernst genommen hat, dann kann es sogar beim selben PrĂŒfer passieren, dass er es aberkennt. Denn sowas wirkt dann ein bisschen wie Steuerhinterziehung und selbst der gutmĂŒtigste PrĂŒfer wird sich daran nicht beteiligen wollen. Anstatt immer nach PrĂŒfern zu suchen die einem das Fahrzeug dann dennoch abnehmen, solltest du den Schaden reparieren denn sonst rostet es irgendwann an den Stellen durch. In so einem Fall hat sichs mit dem H Kennzeichen dann in den meisten FĂ€llen ohnehin erĂŒbrigt.

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon Michi. » 16.07.2018, 15:38

Gelistet werden solche MĂ€ngel meines Wissens nicht. Also lass dir das H einfach mal abnehmen und mach dich wie gesagt nach und nach an die Baustellen. Es kommt immer gut, wenn die PrĂŒfer Erhaltungsmaßnahmen feststellen können.

Es wird unglaublich viel ĂŒber Aberkennung von H Kennzeichen geredet. Wie hier schon erwĂ€hnt wurde, ist das aber extrem selten und ich wĂŒrde mir auch keinen Kopf darum machen.

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon bernd68 » 16.07.2018, 15:47

Moin,

zeig mal ein Bild vom Schaden. Jeder denkt und sieht hier vor seinem geistigen Auge etwas anderes. Das mit dem H -wĂŒrdig oder nicht ist inzwischen ein Dauerbrenner...
Jetzt haste ja erst mal H und es kommt auch auf den Gesamteindruck etc. an - und natĂŒrlich auf die Dimension des Unfallschadens.
Ohne Bilder ist eine EinsÀtzung aus meiner Sicht eigentlich nicht möglich.

Gruß Bernd

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon newt3 » 16.07.2018, 16:01

eine h abnahme ist letztendlich eine erweiterte hu.
- der prĂŒfer macht eine hu (und notiert auch geringfĂŒgige mĂ€ngel zb rost sofern er ihn fĂŒr erwĂ€hnenswert hĂ€lt. dellen gehören nicht dazu)
- der prĂŒfer schaut ob die karre 30 jahre alt ist und die kriterien fĂŒr's h erfĂŒllt (geht seine scheckliste durch was alles in originalem zustand ist und was nicht und guckt sich eben auch den gesamtzustand an - wo manch eine delle nichts ausmacht aber eine optisch miese karosse eben schon)
->dann gibts ein h oder es gibt keines.

sobald du das h hast:
->bezahlst du nur noch eine normale hu. dennoch wird der prĂŒfer der dann prĂŒft grob schauen ob die karre noch in h-tauglichen zustand ist

falls nicht:
->zulassungskriterium(h) nicht mehr erfĂŒllt und es gibt keine hu. willst du trotzdem hu mĂŒĂŸtest ihn auf eine pkw oder womo schlĂŒsselnummer zurĂŒckschlĂŒsseln lassen, incl umschreibung der papiere auf der zulassungstelle, neuen schildern ohne h und auf der prĂŒfstelle vorbei um die die plakette kleben zu lassen
->oder er schreibt dir halt konkrete mĂ€ngel auf die er beseitigt haben möchte. dann hast 4 wochen zeit zum nachbessern und nachprĂŒfungsgebĂŒhr. (oder du rennst auf eine andere prĂŒfstelle ggf andere prĂŒforganisation und versuchst es erneuert zum vollen hu gebĂŒhrensatz)
->wenns vernĂŒnftig lĂ€uft sagt er dir vor der eigentlichen hu nachdem er einmal ums fahrzeug gelaufen ist schon ob ihm die dellen, beulen unfallschĂ€den fĂŒr's h missfallen oder nicht und du kannst entscheiden ob er die prĂŒfung fortsetzen soll oder besser nicht.

-------------
grundsÀtzlich darf ein oldi patina haben. auch dellen sind kein komplettes tabu (unserer hat auch welche).
bestandsschutz oder irgendwas gibts da nicht, letztendlich ist es immer ermessenssache des jeweiligen prĂŒfers ob er ein h erteilt und auch ob er bei einer zukĂŒnftigen h zufrieden ist mit dem zustand des ihm vorgefĂŒhrten oldtimers oder nicht.
schaut man sich auf den straßen um so ist das ermessen und empfinden da auch sehr unterschiedlich.

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon AKA » 16.07.2018, 18:20

Was Pflege und Wartung jetzt mit einem Blechschaden zu tun haben sollen, erschliesst sich mir nicht. Pflege und Wartung verhindert, eine verrottete Möhre da stehen zu haben, ein Blechschaden aber kommt in einem Autoleben sogar in den ersten Monaten eben immer mal wieder vor. So what?
Und noch viel weniger erschliesst sich mir, was ein Blechschaden dann mit "Steuerhinterziehung" zu tun hat?!

Autos werden gefahren. Manche so lange, dass sie historisches Kulturgut werden. Das wird mit "H" bestraft :lol:
Davor war dann ein Autoleben, das in den wenigsten FÀllen im Museum stattfand. Da gehören auch mal Dellen mit dazu. Und das Autoleben hört mit dem H auch nicht auf.

Als ich 2016 das H fĂŒr meinen T3 bekam, war ein Blechschaden am Auto... seit ungefĂ€hr 20 Jahren, wo mir mal Einer vor der TĂŒr ins Auto gefahren ist. Das H hat er trotzdem bekommen. Und auch den neuen TÜV vor ein paar Tagen, mit noch immer dem gleichen Blechschaden. Der ist schliesslich historisch :mrgreen:

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Re: H-Kennzeichen trotz Blechschaden?

Beitragvon JubiJoker » 16.07.2018, 19:35

Wow, vielen Dank fĂŒr die umfangreichen Antworten. :-)

Ok, dann werde ich wohl die "Ich versuch mein GlĂŒck" Variante nehmen.
Nachdem die MĂ€ngel leider nicht notiert werden, aber das Aberkennen einer H-Zulassung eher unwahrscheinlich ist, werde ich es einfach in zwei Jahren erneut versuchen und zur Not den PrĂŒfer wechseln.

Grund weshalb ich die MĂ€ngel nicht beseitigen möchte: Vermutlich werde ich in weiter Zukunft um eine komplette Restauration eh nicht herum kommen, gerade um die Falze zu behandeln und da dann ohnehin eine Lackierung notwendig wird wĂŒrde ich es gerne in einem Zug ĂŒber die BĂŒhne bringen.

GrĂŒĂŸe
JubiJoker


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