Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

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andifxx
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Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 04.06.2018, 21:11

Hallo Zusammen,

mein geliebter T3 ist heute an der Ampel einfach ausgegangen und sprang nicht mehr an.

Meine Diagnose am Stra├čenrand - Zahnriemen extrem locker, deswegen ├╝bergesprungen, evtl ist die Spannrolle kaputt oder einfach locker.

Der Block und Kopf sind general├╝berholt wurden vor 28.000km von einer freien Werkstatt eingebaut.

Habe ich Garantie oder sonstige Anspr├╝che gegen├╝ber der Werkstatt oder ist es einfach Pech?

├ťber das Ausma├č des Schadens kann ich leider noch nichts sagen, es ist erst heute passiert.

Danke f├╝r die Hilfe

Mfg Andi

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon Alexander » 04.06.2018, 21:23

Hallo Andi,
├Ąrgerlich, aber die Frage nach Gew├Ąhrleistung kann nicht beantwortet werden.
Du solltest mal dazu sagen ob du die 28tkm in 6 Monaten oder in 5 Jahren gefahren bist?
Viele Gr├╝├če,
Alexander

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 04.06.2018, 21:38

Sorry, ja nat├╝rlich ist ne wichtige Info.

Einbau war August 2016

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon Alexander » 04.06.2018, 22:05

Dann kannst du zwar mal ganz h├Âflich fragen, wird aber maximal ein wenig Kulanz geben.
Gro├če Hoffnungen solltest du dir keine machen.
Viele Gr├╝├če,
Alexander

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 05.06.2018, 15:11

du hast normal gesetzlich vorgeschrieben 2 jahre gew├Ąhrleistung. nach 6 monaten greift eine beweislastumkehr.
ob zus├Ątzlich noch irgend eine garantie gegeben wurde w├Ąre auch abzukl├Ąren.

wird sicherlich nicht leicht der werkstatt zu beweisen, dass sie murks gemacht hat. viel erfolg.
h├Ąufig kommt es in solchen f├Ąllen zum vergleich und verdienen tun nur die anw├Ąlte und gerichte dran.

ich w├╝rd das thema abhaken, ordentliche schadensdiagnose machen, einen atm besorgen, diesen selbst reinh├Ąngen und gut.
alternativ dazu einen gebrauchten (dann einen 1.9er samt spender pkw dran).

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon Getriebekiller » 05.06.2018, 16:13

Freundlich fragen kann man immer. Ansonsten einfach mal zerlegen und begutachten, denn mit etwas Gl├╝ck ist es ja mit wenigen Teilen getan.

Natalia34

Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon Natalia34 » 06.06.2018, 06:31

Hi,
da wird es wohl nichts mit Garantie.

Viele Gr├╝├če
Natalia34

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 06.06.2018, 08:02

Also Ursache hab ich gestern festgestellt. Es war nich wie zuerst vermutet die Spannrolle. Das Kubelwellenrad lag nur noch lose am Motorblock, der Wellenstummel auf dem das Rad sitz ist auf h├Âhe des Lagers abgerissen.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon Relaxo » 06.06.2018, 13:38

Abgerissen, nicht nur die Schraube raus gefallen ? Hab noch eine AAZ auf Lager bei dem auf der Autobahn die Killerschraube raus gefallen ist. Der ging mit einem lauten Knall aus. Alle Ventile und Kolben sind sowas von Platt, die Ventile haben sich etwa 2mm Tief in die Kolben gedr├╝ckt. Das steht eine komplette ├ťberholung an. Im Standgas is es evtl mit neuen Ventilen und F├╝hrungen getan, wenn die Kurbelwelle wirklich gebrochen ist kann man gleich den Motor komplett tauschen.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon TottiP » 06.06.2018, 16:29

Die Kurbelwelle ist gebrochen, hab Bilder gesehen...
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 06.06.2018, 21:37

Hier noch zwei Bilder vom Schaden:

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon BUSbahnhof » 06.06.2018, 22:15

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 06.06.2018, 23:05

das ist ein schaden der klar auf gew├Ąhrleistung gehen sollte. daf├╝r gibt es die.
viel rausreden ist hier eigentlich nicht es muss ja irgendeine vorsch├Ądigung am produkt gewesen sein.

sprich mit der werkstatt. schau welche l├Âsung sie dir anbieten.
geht gar kein weg rein k├Ânnte man an den rechtsweg vorschlagen (aber der ist steinig. geht richtig ins geld. kostet zeit und nerven. und ausgang irgendwo immer ungewiss).

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon TottiP » 06.06.2018, 23:23

newt3 hat geschrieben:das ist ein schaden der klar auf gew├Ąhrleistung gehen sollte. daf├╝r gibt es die.
viel rausreden ist hier eigentlich nicht es muss ja irgendeine vorsch├Ądigung am produkt gewesen sein.



Und das willst Du wie nachweisen? Und wie willst Du Recht bekommen? Nach 2 Jahren kann viel passiert und manipuliert worden sein, auf das die Werke / der Instandsetzer keinen Einfluss hat. Da greift auch irgendwann keine Gew├Ąhrleistung mehr.
Gru├č, Totti
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon T3-Staff » 06.06.2018, 23:27

Mahlzeit! Hat die Werstatt den Motor auch ├╝berholt oder nur eingebaut? Wenn nicht wirds hinsichtlich Gew├Ąhrleistung ja noch interessanter.
Gru├č Frank

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon michelito » 06.06.2018, 23:45

Wichtig w├Ąre zun├Ąchst zu wissen, ob er Dir einen general├╝berholten Motor verkauft hat (Kaufvertrag) oder ob er Deinen Block einfach ├╝berholt hat (Werkvertrag). Bei beiden hast Du zwei Jahre Gew├Ąhrleistung, die dann jetzt noch liefe. Problematisch ist in Deinem Fall, dass nach 6 Monaten die Beweislastumkehr gilt, d.h. Du m├╝sstest der Werkstatt nachweisen, dass der Mangel bereits bei Gefahr├╝bergang, also bei Einbau, vorlag, was schwierig bis unm├Âglich sein d├╝rfte. Ich bin nun aber kein Jurist; versuche auf jeden Fall, den Schaden so genau wie m├Âglich zu dokumentieren. Falls Du einen Rechtsschutz hast, sprich die Versicherung mal an, wie die das sehen; ein Gutachter k├Ânnte Dir bei der Einsch├Ątzung sicherlich auch helfen. Ansonsten f├Ąllt mir noch die Verbraucherzentralen ein, die beraten relativ kosteng├╝nstig und sind kompetent.

Vom Gef├╝hl w├╝rde ich aber vermuten, dass Deine Chancen nach 30.000 km Fahrt eher schlecht stehen.Dann solltest Du es im Guten mit der Werkstatt probieren (wenn Du die nochmal ranlassen willst...) Vielleicht findet Ihr ja eine einvernehmliche L├Âsung, ich dr├╝cke Dir jedenfalls die Daumen, dass sich diese bl├Âde Geschichte in Deinem Sinne l├Âsen l├Ąsst.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 07.06.2018, 06:07

Ich habe damals den ├╝berholten Teilmotor (Block inkl. Kurbelwelle, ├ťberma├čkolben + Kopf mit Ventiltrieb) selbst bei einem relativ bekanntem Norddeutschen Instandsetzer bestellt und direkt in die Werkstatt liefern lassen. Das Kurbelwellenrad wurde schon vom Instandsetzter montiert, also war schon dran. Die Werkstatt (freie Meisterwerkstatt mit reichlich Bulli- und AAZ-Erfahrung) hat das alles weitere von meinem alten AAZ demontiert und den Motor eingebaut. Der alte Motor ging dann als Pfand zur├╝ck zum Instandsetzer.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 07.06.2018, 09:36

Meld dich bei der Werkstatt und sie wird dir sagen, dass du dich wohl mit dem instandsetzer auseinandersetzen mu├čt.
F├╝r so einen Schaden kann die werkstatt sicherlich nicht es sei denn die haben mal kr├Ąftig mit dem hammer aufs kw-rad gekloppt oder der motor ist mal irgendwie runtergefallen

"Und das willst Du wie nachweisen? Und wie willst Du Recht bekommen? Nach 2 Jahren kann viel passiert und manipuliert worden sein, auf das die Werke / der Instandsetzer keinen Einfluss hat. Da greift auch irgendwann keine Gew├Ąhrleistung mehr."
->gew├Ąhrleistung gilt 2 jahre, gesetzlich so vorgegeben, da braucht man ├╝ber greifen oder nicht greifen nicht diskutieren.
->klar es gibt nach 6 monaten eine beweislastumkehr was die sache f├╝r den endverbraucher nach 6 monaten erheblich erschwert
Dennoch w├╝rd ich in so einem Fall ganz klar sagen, dass man hier "theoretisch" gute Karten hat. Was soll denn in den 2 Jahren passiert sein? Der Endkunde hat den Motor in einer Fachwerkstatt eingebaut. Die Fachwerkstatt war offensichtlich am Riemenrad nicht dran denn es gab keinen Grund da dranzugehen, wenn der Instandsetzer das Rad bereits fachgerecht (davon sollte man ausgehen) montiert hat. Der Endkunde ist einfach gefahren, hat hoffentlich Inspektionen(1 jahre oder 30tkm) und ├ľlwechselintervall (7500km) eingehalten (und selbst wenn nicht so ist hier eigentlich kein zusammenhang zu dem dortigem schaden zu sehen)

Der Schaden ist doch wohl ganz eindeutig auf entweder eine vorgesch├Ądigte Kurbelwelle oder fehler beim Montieren des Riemenrades zur├╝ckzuf├╝hren.
L├Ą├čt man es zum Rechtstreit kommen wird von Gerichts wegen ein Gutachter bestellt, von dem man eben "hoffen" sollte dass er zu genau diesem Schluss kommt.
Ich sehe eigentlich wenig andere "Schl├╝sse". Wie gesagt dass die Fachwerkstatt mit dem Hammer draufhaut sollte man nicht anehmen. Das irgendwo falsche Schrauben verwendet wurden (riemenscheibe) oder der gesamte Keilriementrieb irgendwie falsch war (falsche riemenscheibe? die gab es mit und ohne schwingungsd├Ąmpfer es wurde aber wohl beides ab werk verbaut je nach austattung?...waren gar aaz teile verbaut ggf gar flachriemen oder was?)
Wenn keine Hinweise auf irgendwas anderes so ist die Sache eigentlich ziemlich eindeutig - trotz der Beweislastumkehr.

Ich denke nicht dass vor Gericht die Gegenseite mit einem "in knapp 2 jahren kannn viel passiert sein und viel mit dem motor gemacht worden" herausreden kann. Man wird annehmen der Kunde hat das Auto zum fahren genutzt. Man wird schauen m├╝ssen ob die Werkstatt das ganze fachgerecht eingebaut hat, man wird schauen ob alle anbauteile die schadensrelevant sein k├Ânnen original und intakt sind/waren, man wird ggf wartung hinterfragen (wobei ich die bei dem schaden und der laufleistung nichtmal als relevant betrachte) und wenn da 0 verschulden vom kunden oder der werkstatt zu finden ist wird man von einer fehlerhaften Sache ausgehen (geliefert durch den instandsetzer).
------------
So jedenfalls meine rechtliche Einsch├Ątzung dazu.
Ob es ratsam ist den gesammten Rechtsweg zu gehen ist nat├╝rlich ein anderes Thema (zeit, nerven, geld, verfahrensrisiko)

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 07.06.2018, 09:38

auch manipulation wird kein gericht dem kunden unterstellen sofern deren gutachter keine anhaltspunkte dazu findet.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 07.06.2018, 09:46

ich gehe nat├╝rlich bei meiner rechtlichen einsch├Ątzung von einem JX aus.
ist es tats├Ąchlich ein aaz (deine signatur l├Ą├čt diese annahme zu) der da eingebaut wurde so ist das schonmal das falsche fahrzeug wo der drin ist.
da w├╝rd ich einen rechtstreit nicht wagen es sei denn der instandsetzer hat dir ausdr├╝cklich zugesichert, dass der motor auch f├╝r den bulli taugt und auch die werkstatt hat das ganze abgenickt.

klar sollte auch ein aaz so einen schaden im bulli nicht zeigen aber mit sollte gewinnst du keinen blumentopf.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon T3-Staff » 07.06.2018, 12:28

Mahlzeit! Ich denk mal nach dieser Zeit wird sich das mit Gew├Ąhrleistung nicht durchsetzen lassen.
Vor allen Dingen wird hier immer von 2 Jahren geschrieben. Da hilft nur erstmal ein Blick in die AGB ,die der Werke und des Instandsetzers.
Beide k├Ânnen auf die Mindestverj├Ąhrungsfrist von einem Jahr verweisen.Rechtlich zul├Ąssig und gerade bei Werken normal.
Hab gerade mal bei 3 Instandsetzern in die ABG┬┤s gekuckt,alle haben dort auf 1 Jahr beschr├Ąnkt.
Hier auf nen Rechtsstreit zu verweisen halte ich,ohne das vorab ganz genau gekl├Ąrt zu haben f├╝r sehr riskant.
Nimmt man noch hinzu-wenns wirklich ein AAZ im Bus ist- kann das shon wieder nen Minuspunkt werden.
Klar wissen wir das der da prima rein passt. Aber ist eben nicht original drin.
Sieht ein Sachverst├Ąndiger eben je nach seiner Auffassung so oder so.
Ohne Rechtsschuz und deren Zusage kannste dir da aber besser Geld und Nerven sparen.Und bei der jetzigen Situation bei fast allen Gerichten wohl auch sehr viel Zeit die dabei draufgehen wird.
Auf Kulanz hoffen,mal anfragen und das beste draus machen.
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 07.06.2018, 13:36

Bereits in der Bestellbest├Ątigung des ├ťberholers ist folgendes vermerkt:

Bemerkungen zur Bestellung und Lieferung:
Der Motor ersetzt einen bereits verbauten AAZ Motor im VW T3. Es ist kein Umbaukit n├Âtig.

Ob der Motor wirklich f├╝r das Fahrzeug geeignet ist, stand nie zur Debatte weder vom Instandsetzter novh von der Werkstatt.

Ich habe heute gestern dem Instandhalter eine Gew├Ąhrleistungsantrag zugesendet und heute hat mich ein Techniker kontaktiert. Er sagt erstmal das es nicht mehr unter Gew├Ąhrleistung f├Ąllt und ich solle ihm doch bitte den abgebrochenen Wellenstummel per Post zusenden.

Soll ich das wirklich machen?

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon TottiP » 07.06.2018, 16:24

Warum nicht, das Gegenst├╝ck hast Du ja noch...
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 07.06.2018, 16:44

Dachte nur wenn die dann die Riemenscheibe und Das Zahrad demontieren, kann man nicht mehr nachvollziehen mit welchem moment die angezogen wurde. (f├╝r eventuelles Gutachten)

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon TottiP » 07.06.2018, 16:51

Die Riemenscheibe w├╝rde ich behalten :-)
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 07.06.2018, 17:59

was den gew├Ąhrleistungszeitraum angeht:
kann bei gebrauchtware auf 1 jahr verk├╝rzt werden.
ist sie bei dir verk├╝rzt wurden?
was steht denn auf deiner rechnung oder deinem lieferschein? irgendwelche hinweise darauf oder hinweise auf irgendwelche abgs
was steht/stand in den AGB's des instandsetzers? (keine ahnung ob du die h├Ąttest lesen m├╝ssen oder ob alleine deine Rechnung gilt?)
agb's sind auch ziemlich h├Ąufig am gesetz vorbei, das nur mal nebenbei! (daher findet vorsichtshalber meist auch eine salvatorische klausel drin)

(ich vermute mal wir reden weiterhin von 2 jahren)

Inwiefern ein "ATM" als gebrauchtg├╝terkauf(oder wie man das nennt) gilt w├Ąre (im rechtstreit) zu hinterfragen, sofern tats├Ąchlich auf 1 Jahr verk├╝rzt wurde.
-------------------------

Ich rate ihm ja selbst auch nicht zum Rechtstreit aber es macht sinn sich rechtzeitig vorab ├╝ber die rechtliche situation zu informieren (ein forum ist da nat├╝rlich der falsche weg und auch das von mir geschriebene stellt nat├╝rlich keine rechtsberatung dar)

Es ist nicht un├╝blich dass du irgendwas einschicken sollst. ein teil oder auch den ganzen motor. im rechtstreit kann dir das auf die f├╝├če fallen.
(die besten chancen hast du wenn per gericht einen gutachter/sachverst├Ądigen bestellen l├Ą├čt und niemand anderes den kram anf├Ą├čt).

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 07.06.2018, 18:15

In den AGBs steht folgendes:


(2) Bei Verk├Ąufen gebrauchter Waren an Verbraucher betr├Ągt die Verj├Ąhrungsfrist f├╝r M├Ąngelanspr├╝che ein Jahr ab Ablieferung der Ware an den K├Ąufer.

Steht aber nirgens ob ein ATM als gebraucht oder neu gilt.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon michelito » 07.06.2018, 18:38

Jetzt wird die Sache klarer, Du hast einen Kaufvertrag mit dem Instandsetzer, der Dir den Motor geliefert hat und einen Werkvertrag mit der Werkstatt, die den Motor verbaut hat. Da die Werkstatt, so wie ich es verstehe, den Mangel nicht zu vertreten hat, sind sie raus, sofern der Mangel nicht offensichtlich war. Der Instandsetzer wird sich zurecht auf die abgelaufene Gew├Ąhrleistung berufen, es sei denn, sie h├Ątten den Mangel arglistig verschwiegen, dann w├╝rde die zweij├Ąhrige Gew├Ąhrleistung gelten (was, selbst wenn es so gewesen sein sollte, kaum nachzuweisen ist).

Ich w├╝rde mir trotzdem nochmal juristischen Rat holen, da in Foren (mich eingeschlossen) viel Halbwissen unterwegs ist, vielleicht gibt es doch noch eine M├Âglichkeit.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 08.06.2018, 22:52

ist das normal diese Konstruktion der Riemenscheibe?

Bild

Ich hatte nur einen Keilriemen montiert.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon TottiP » 09.06.2018, 06:00

Das ist JX mit Schwingungstilger...
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon SeYeR » 09.06.2018, 12:48

Interressant zu lesen.

Bei dem n├Ąchstem AAZ Motor w├╝rde ich allerdings zum Flachriemen und zu einem Freilauf auf der Licht Maschine raten.

Damit schonst du die Kurbelwelle und der Motorlauf wird auch ruhiger.

An sonsten: Motor zerlegen und schauen was zu retten ist. Defete Teile tauschen.
Beim n├Ąchsten schaden ist die schuld und Gew├Ąhrleistungs Frage sofort gekl├Ąrt.

Gru├č

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 12.06.2018, 19:33

Ich mag nicht so recht glauben, dass ein ATM (├╝berholter rumpf mit neuem kopf w├╝rde ich jetzt mal annehmen) juristisch als gebrauchsg├╝terkauf (nur da kann auf 1 jahr verk├╝rzt werden) zu werten ist.
Ein solcher atm hat den anspruch so gut wie neu zu sein w├╝rde ich meinen.

Aber hol dir zu dem thema mal ne fundierte auskunft ein. Die sollte dir andere werkst├Ątten und instandsetzer durchaus geben k├Ânnen

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon michelito » 12.06.2018, 22:50

Wann etwas neu und wann gebraucht ist legal nicht definiert. Aus der Rechtsprechung ergibt sich, dass eine Sache neu ist, wenn sie aus neuen Materialien hergestellt wurde und unbenutzt ist. Ein general├╝berholter ATM ist demnach gebraucht, auch wenn einem das subjektive Rechtsempfinden (wie so oft...) etwas anderes sagt.

Falls Du Dir von fachkundiger Seite Rat holen solltest, berichte bitte dr├╝ber; ich bin echt gespannt, wie es rechtlich tats├Ąchlich aussieht, zumal dieses Problem noch mehrere von uns irgendwann (hoffentlich nicht) besch├Ąftigen d├╝rfte.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 12.06.2018, 23:34

es gibt sogar eine RAL-zertifizierung f├╝r general├╝berholte motoren.
https://bewertomat.de/bewertomat-basics ... motor-atm/
interessant w├Ąre was die szenebekannten instandsetzer einem antworten, wenn mal fragt ob ihre motoren RAL-GZ797 entsprechen

------------------------

hier mal garantiebedingungen vom seidl:
(der was ich mich erinnern kann hier einen guten ruf genie├čt)
http://www.motoren-seidl.de/pdf/garantiebedingungen.pdf
"AnstelledergesetzlichenGew├Ąhrleistung trittausschlie├člichunserehauseigeneGarant"
->weit m├Âcht ich eigentlich gar nicht lesen, DENN: soweit ich wei├č hebelt eine GARANTIE (die ja mehr oder weniger eine freiwillige zusatzleistung ist) eine GEW├äHRLEISTUNG/Sachmangelhaftung keinesfalls aus (denn f├╝r letztere gibt es gesetzliche bestimmungen), da hilft auch keine Unterschrift des Endverbrauchers unter solchen Garantiebedigungen unter Agb's nichts.
Wenn es der Anbieter nun vers├Ąumt seine Gew├Ąhrleistung f├╝r Gebrauchtg├╝ter auf 12 montage zu verk├╝rzen so gelten meineswissens automatisch die gesetzlich festgelegten 24 Monate. Sprich so ein Anbieter mit, in meinen Augen nichtigen Passagen in seinen AGB's/oder hier Garantiebedingungen", schie├čt sich ggf selbst ins knie, sollte es mal zum Rechtstreit mit einem Kunden kommen.

"Aufgebrauchte Motore oder Teile wird generell nur ein Umtausch-,bzw.R├╝ckgaberecht gew├Ąhrt."
Auch das halte ich f├╝r sehr fragw├╝rdigung. Meineswissens hat der Endverbraucher trotzdem mindestens 12 monate Gew├Ąhrleistung.
Soll er eine Gebrauchtteile als Schrott, Bastlerware, Teilespender deklarieren dann geht so ein "generell" vielleicht - die Frage dann aber was er dann noch an Endverbraucher verkaufen darf und was nicht.


----------
Da sind die AGB's von tornau schon deutlich rechtssicherer formuliert:
https://tornau-motoren.de/allgemeine_ge ... edingungen
┬ž8 m├Ąngelhaftung
(2) Bei Verk├Ąufen gebrauchter Waren an Verbraucher betr├Ągt die Verj├Ąhrungsfrist f├╝r M├Ąngelanspr├╝che ein Jahr ab Ablieferung der Ware an den K├Ąufer.
....
(6) Im ├ťbrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

-----------
letztendlich w├Ąren deine konkreten unterlagen interessant aber mach das lieber mit jemandem der von recht richtig ahnung hat.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 13.06.2018, 00:03

Danke f├╝r die vielen Wortmeldungen.
Ich habe heute das abgebrochene Kurbelwellenst├╝ck, nach einer "Beweisaufnahme" mit einem Gutachter, zur├╝ck an den Instandsetzer geschickt und bin gespannt, wie sich dieser weiter verh├Ąlt.

Ich habe die letzten Tage jede Menge Meinungen eingeholt- viele rieten mir es nicht auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, sondern mit dem Instandsetzer zu reden und eine Kompromissl├Âsung zu finden. Alles andere w├Ąre kostspielig ( hab keine Rechtschutz) und kann sehr langwierig werden.

Ich berichte wenn es neues gibt.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 18.06.2018, 22:46

Hallo zusammen,

also Angebot vom Instandsetzer ist 800ÔéČ + MWST + Transport und die machen den Motor (oder einen anderen, muss ich erst noch genau rausfinden) wieder flott. Die restlichen Kosten wie Einbau, Kleinteile und Abschleppkosten muss ich selbst zahlen.
Sie gehen von Montagefehler (Schlag auf die Kurbelwelle) oder unrundlaufender Riemenscheibe als Ursache aus. Nat├╝rlich will niemand f├╝r den Schaden verantwortlich sein. Von der Werkstatt werde ich auch nichts erwarten k├Ânnen.

Ich werde das Angebot annehmen m├╝ssen.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 19.06.2018, 09:32

bau den kram selbst ein und aus das ist ja insgesamt kein hexenwerk. braucht man nichtmal ne b├╝hne f├╝r.

aus den 800ÔéČ werden dann incl fl├╝ssigkeiten, riemen und filtersatz, dichtungen halt ca 1000ÔéČ. die schrauben d├╝rften ja noch alle aufgehen und die meisten wirst wiederverwenden k├Ânnen. d├╝sen kerzen etc pp sind ja sicherlich fast neu wenn du die damals neu gemacht hast.
solltest du noch spezialwerkzeuge brauchen zum riemen auflegen, d├╝sen einschrauben, abziehen des esp rades sind das vielleicht in summe nochmal 200ÔéČ an spezialwerkzeug also auch ├╝berschaubar - alles sachen die du sp├Ąter ggf auch nochmal gebrauchen kannst wenn du vor hast das fahrzeug lange zu fahren.

-----------------
was die 'vermutung' des instandsetzers angeht:
->die mittel um die riemenscheibe mal zu pr├╝fen sollte der ja eigentlich haben. k├Ânnte das also sicher ausschlie├čen (aber warum dir einen gefallen tun). klar wenn sie genau beim jetzigen schaden irgendwo angeeckt ist wird sich da nichts pr├╝fen lassen aber das sollte sich als ├Ąu├čerlich frisch schaden erkennen/abgrenzen lassen
->was schl├Ąge auf die kw angeht: du warst in einer fachwerkstatt und hast das ganze fachgerecht montieren lassen.
solange der instandsetzer da keine beweise f├╝r ne fremdeinwirkung vorbringt bin ich nach wievor der meinung dass bei einem rechtstreit der verbraucher hier nicht im regen stehen sollte. aber wie bekannt 'vor gericht und auf hoher see' oder 'im zweifel f├╝r den angeklagten...also den instandsetzer' w├╝rd ich mich auch kaum trauen das durchzuziehen.

fakt ist doch:
so ein instandsetzer betreibt sicherlich ne gewisse qualit├Ątssicherung um vern├╝nftig ├╝berholte motoren verkaufen zu k├Ânnen.
dennoch d├╝rften mehr als die h├Ąlfte der motoren die ├╝berholt werden irgend einen vorschaden gehabt haben. motoren fallen ja nicht vom himmel. die gibt es genug motoren die aus frontsch├Ąden stammen, oder nicht ganz fachgerecht ausgebaut gelagert transportiert wurden, oder an denen mal irgendwann nicht ganz fachgerecht geschraubt wurde (beispiel: schwungradmontage/demontage ohne gegenhalter und stattdessen zahnriemenseitig gegengehalten oder falls die ├Âlwanne ab war ein holz um den kurbeltrieb zu blockieren) etc ppp
->sprich 100% ausschlie├čen kann auch so ein instandsetzer eine vorsch├Ądigung nie. ich halte genau so eine vorsch├Ądigung f├╝r viel wahrscheinlicher als einen montagefehler durch denen werkstatt. aber von solchen wahrscheinlichkeiten kann man sich im rechtstreit nichts kaufen...

--------------
interessant ist nat├╝rlich auch was das 800ÔéČ angebot beinhaltet:
wenn da kein neuer kopf dabei ist sondern der alte (junge gebrauchte) schadfrei ist und wiederverwendet werden kann so mach der instandsetzer bei den 800ÔéČ immernoch plus (denn ein at rumpf ohne kopf kostet ja ungef├Ąhr das geld).
->fair im sinne eines 'vergleichs' mit dem kunden w├Ąre eigentlich: die 800ÔéČ incl einbau. (so dass du alles aus einer hand hast. der instandsetzer l├Ą├čt halt durch partnerwerkstatt einbauen oder macht es selbst. dichtungen und fl├╝ssigkeiten, filter etc pp zum einkaufspreis....eben die genannten 200ÔéČ notfalls obendrauf).
->interessant nat├╝rlich auch die frage: hast du auf diese 800ÔéČ geschichte wieder volle gew├Ąhrleistung? (und betr├Ągt die 12 oder 24 monate)
->falls du darauf angewiesen bist in einer werkstatt einbauen zu lassen w├╝rde ich auch zwingend abkl├Ąren dass nun (gew├Ąhrleistungstechnisch) alles aus einer hand kommt (so dass dich im fall des falles das schwarze peter spiel zwischen werkstatt und instandsetzer nicht tangiert)

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon TottiP » 19.06.2018, 15:07

Wenn Du bei der Einstellung mal eine Werkstatt er├Âffnest, werde ich Dein bester Kunde. Dann komme ich nach knapp zwei Jahren mit einem Defekt in der Erwartung, dass ich denn einen Motor zur H├Ąlfte des eigentlichen Neupreises bekommen, nat├╝rlich mit A & E und s├Ąmtlichen Fl├╝ssigkeiten.
Und wenn es Dir komisch vorkommt, ha, ja dann beweise mir doch, dass der Schaden bei mir entstanden ist! Ich bin Kunde! Ich bin K├Ânig! 2 Jahre Gew├Ąhrleistung habe ich mal geh├Ârt! Ach, Du hast die auf ein Jahr runter gesetzt weil der Motor nicht als Neuteil z├Ąhlt? Das interessiert mich nicht, das kl├Ąre ich zur Not vor Gericht, was neu und was gebraucht ist.... :roll:


Leben und leben lassen. W├╝rde der Defekt eindeutig sein, also Pleuelabriss, Kolbenplatzer etc w├Ąre ich bei Dir. Aber bei diesem Defekt? Hier finde ich die L├Âsung salomonisch...
Gru├č, Totti
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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon Relaxo » 20.06.2018, 09:59

Bei den 800ÔéČ macht der Instandbesetzer kein Plus. Bei dem Schaden ist von denn Innereien nichts au├čer Nockenwelle, Zwischenwelle und ├ľlpumpe und vielleicht den Pleuel zu gebrauchen. Bedeutet 8x Ventile, 4X Kolben, Kurbelwellle, 8x Ventilf├╝hrung, Dichtsatz, Lager und ne menge Arbeit.

An eine Unwucht glaube ich nicht, die Einspritzpumpe und Ventiltrieb r├╝ttelt derbe an dem Kurbelwellenflansch, da macht etwas kleine Unwucht auch keinen Unterschied mehr. Die Kurbelwelle ist eben ein 30 Jahre altes Teil und hat evtl Einschl├╝sse oder sonstige Fehler die ├╝ber Jahre zum Versagen f├╝hren k├Ânnen.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon newt3 » 20.06.2018, 12:44

@totti: und jetzt setz mal die Werkstattbrille ab und die Kundenbrille auf:
->ich hab einen general├╝berholten motor gekauft. vermutlich ein frisch gebohrter block mit neuen kolben, alle pleuel kontrolliert ggf gerichtet, die kw vermessen ggf geschliffen evtl auch vorher noch gerichtet, alle lager neu, alle dichtungen neu und oben drauf ein neuer zylinderkopf (oder auch ein vern├╝nftig ├╝berholter)
->das ganze habe ich in einer fachwerkstatt einbauen lassen. zus├Ątzlich noch in einige neue anbauteile investiert damit der neue motor auch lange h├Ąlt
->insgesamt hat es mich sehr viel geld gekostet. der motor als general├╝berholt sollte eigentlich soviel abk├Ânnen wie ein neuer - wohlwollend nehme ich bei penibler wartung und vern├╝nftiger fahrweise eine laufleistung von ca 300tkm an.

nun verrreckt mir dieser Frische motor aber nicht nach 80, 120, 180tkm oder 300tkm an altersschw├Ąche/verschlei├č
->sondern nach knapp 30tkm
->nach nichtmal ganz 2 jahren
->bei vern├╝nftiger wartung und vern├╝nftiger fahrweise
->offensichtlich mit einem defekt der ohnehin weder auf Wartung noch auf die Fahrweise zur├╝ckzuf├╝hren ist

-------------------------------------------
jeder neuwagen (eines vern├╝nftigen herstellers...) bek├Ąme in dem alter und bei der Laufleistung bei vern├╝nftiger Wartung und Betrieb innerhalb der spezifikation (kein chiptunung usw....und dass der aaz im bus vom instandsetzter akzeptiert wurde steht ja hier schon...) wohl 100% Kulanz bzw bei den allermeisten, w├Ąre das wohl in dem Zeitraum durch die Herstellergarantie gedeckt.
->einen Grund warum der Kunde am Motor rummanipuliert, mit dem Hammer auf die Kurbelwelle kloppt oder was auch immer gibts da nicht. der Kunde hat f├╝r teuer Geld einen AT Motor gekauft und hat ihn einbauen lassen. Das ding f├Ąhrt und braucht Wartung - mehr sollte da in naher Zukunft nicht sein
->klar im falle des ATM sind sicherlich einige Anbauteile alt aber das einzig relevante Anbauteil was hier im Zusammenhang mit dem konkretem Schaden stehen k├Ânnte, ist hier wohl die Riemenscheibe (die die Werkstatt bei Einbau wohl immerhin auch f├╝r tauglich befunden hat und sich wohl auch knapp 30tkm unauff├Ąllig verhalten hat....und die man je nachdem was sie jetzt abbekommen hat oder nicht sogar noch kontrollieren und als schadensurs├Ąchlich ausschlie├čen/oder ausmachen k├Ânnte)

nun hat die werkstatt und auch der instandsetzer einen gesetzlichen rahmen in dem er sich bewegt. 24 monate gew├Ąhrleistung, ggf auf 12 monate verk├╝rzbar (keine ahnung ob beim ATM zul├Ąssig) und 6 monate beweislastumkehr.
Das ist das Minimum was er dem Kundem gew├Ąhren muss.
Dar├╝berhinaus: auch er wei├č ganz genau, dass jeder seiner mit sorgfalt ├╝berholten Motoren eine gewisse Ausfallwahrscheinlichkeit aufgrund von Materialfehlern oder unerkannten Vorsch├Ądigungen hat. Eine Wahrscheinlichkeit die wohl auch etwas h├Âher ist als bei einem Neuteil. Eine Wahrscheinlichkeit die gewisserma├čen zu seinem Betriebsrisiko geh├Ârt, die er vern├╝nftig in seine Kalkulation einflie├čen l├Ą├čt, f├╝r die er sogar gewisse R├╝ckstellungen macht.
->die reperaturen, nachbesserungen im gew├Ąhrleistungszeitraum in jedem fall abdeckt
->die es zul├Ą├čt dem kunden dar├╝berhinaus eine kulante l├Âsung anzubieten (die hier genannten 800ÔéČ). wenn solche l├Âsungen seine existenz bedrohen, sollte er halt seine bude rechtzeitig dichtmachen

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"Dann komme ich nach knapp zwei Jahren mit einem Defekt in der Erwartung, dass ich denn einen Motor zur H├Ąlfte des eigentlichen Neupreises bekommen, nat├╝rlich mit A & E und s├Ąmtlichen Fl├╝ssigkeiten. "
->du wei├čt selbst dass ich genau sowas ├╝berhaupt nicht geschrieben habe.
->aber ja, wenn den kunden kein verschulden trifft, er 24 montage gew├Ąhrleistung hat und alles aus einer hand k├Ąme w├Ąre dass eigentlich das minimum was der kunde erwarten sollte. in den ersten 6 monaten d├╝rfte das, dank passender gesetzgebung, sogar durchsetzbar sein (und diese gesetzgebung geschah nicht zum spa├č, und sie gilt auch f├╝r deine mitbewerber...) - ├╝ber den zeitraum danach wird es f├╝r den kunden schwieriger sowas durchzusetzen. Aber hey: wir reden hier ├╝ber einen ATM der keine 30tkm, keine 2 Jahre gehalten hat mit einem Schadensbild was wohl kaum auf die Fahrweise des Kunden zur├╝ckzuf├╝hren ist.

Sein gro├čes Pech ist:
->dass er nicht einen schwarzen Peter benennen kann, sondern zwischen zweien hin und hergerissen ist
->diese beiden bei der Frage der Schuld mit dem Finger auf den jeweils anderen zeigen werden (einen grund auf den kunden zu zeigen seh ich bei dem schadensbild nicht)
->das ganze leider l├Ąnger als 6 Monate gehalten hat

"Leben und leben lassen. W├╝rde der Defekt eindeutig sein, also Pleuelabriss, Kolbenplatzer etc w├Ąre ich bei Dir. "
quatsch. dann w├╝rdest du nat├╝rlich auch den schwarzen Peter woanders hinschieben.
Vielleicht hat sich da jmd verschaltet, vielleicht wurde der kalte motor Vollgas den Berg raufgetreten, vielleicht stimmte was mit den Einspritzd├╝sen nicht. Als Instandsetzer (also nicht du pers├Ânlich denn wir kennen uns nicht) h├Ąttest du zumindest immer die eine oder andere passende Ausrede parat warum das nicht deine Schuld ist, sondern die des Kunden "zwischenzeitlich kann viel passiert sein" oder die der Werkstatt "Montagefehler".

-------------------
Zusammenfassend:
Der Instandsetzer ist bereit eine kulante L├Âsung anzubieten.
Insgesamt befriedigend bei dem alter des ATM und der Laufleistung ist das in meinen Augen keinesfalls aber man wird es eben entweder annehmen m├╝ssen oder sich selbst eine andere L├Âsung organisieren.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 20.06.2018, 13:47

Also hab nochmal mit dem Techniker telefoniert.

Die Ursache des Schadens k├Ânnen Sie auch nicht erkl├Ąren. Er hat immer auf irgendeine Gewalteinwirkung auf die Riemenscheibe oder die Welle baim Einbau oder im Betrieb angespielt. Es gibt eine kleine Abflachung an der innersten Kante der Scheibe (Foto wird nachgereicht). ich mir nicht vorstellen. Ich hab vor langer Zeit mal gelernt, dass Wellenbr├╝che unter 45┬░ durch ein Moment und nicht durch Biegung verursacht werden. Ob das nun f├╝r eine hohle Welle mit Schraube drin auch gilt, wei├č ich nicht.

Zu Preisangebot:
Der Motor wir "ordentlich" repariert, aber nicht alles proforma ersetzt was sonst bei einem ├╝berholten gemacht wird. So die Erkl├Ąrung.
Gew├Ąhrleistungszeitraum l├Ąuft dann von neuem los.

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Re: Motorschaden am ├╝berholten Motor- muss ich selber dafur aufkommen?

Beitragvon andifxx » 09.07.2018, 16:52

So die letzte Meldung von mir f├╝r alle die wissen wollen wie die Geschichte ausgeht.

Ich habe das Angebot von Tornau- Motoren angenommen. 800ÔéČ + Steuer + Fracht und sie reparieren meinem Motor so, dass er wieder einsatzf├Ąhing ist und ich wieder das eine Jahr Gew├Ąhrleistung habe. Im Endeffekt haben sie mir jetzt doch einen anderen Motor geschickt (andere Seriennummer) - keine Ahnung wieso. Auf den restlichen kosten f├╝r Einbau, usw. bleib ich nat├╝rlich sitzen.

Ich glaube im gro├čen und ganzen hatte ich einfach ziemliches Pech, denn der Schaden ist eher ungew├Âhnlich, und meine damalige Entscheidung f├╝r einen ├╝berholten Motor statt einem "gebrauchten" aus nem Schlachter hat sich nicht ausbezahlt. Ich hoffe das der n├Ąchste Motor h├Ąlt diesmal l├Ąnger.

Danke f├╝r alle Wortmeldungen und Hilfestellungen, und besonders f├╝r die sehr sehr nette Nachbarschaftshilfe aus dem Gro├čraum M├╝nchen.

Lg Andi


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