Rostbehandlung vor Winter

Hier gibt es technische Dinge, die nicht eindeutig einem Fahrzeug zugeordnet werden können....

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Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon DeutschePost » 07.10.2017, 19:06

Hallo zusammen,
Bin seit ca. einem Monat stolzer Besitzer eines T3 :-). Geplant wars den Bus ganzjĂ€hrig zu fahren und nun ist es aller höchste Zeit den Rost zu konservieren bzw zu beseitigen .. Könnte mir vielleicht jemand Tipps geben welche Stelle/n am wichtigsten sind bevor Frohes Streuen losgeht ? Hab ja doch vor Ihn ein paar Jahre zu fahren. Die typischen Schwachstellen sind betroffen.. Beispielsweise ist der Einstieg links durchgerostet. <- Direkt Schweißen vorm Winter oder reicht Rostumwandler + ne Tube fett? :lol: WĂŒrde mich nur mal Interessieren wie eingeschweißte Bullifahrer den Rost einschĂ€tzen und ob es empfehlenswerter wĂ€re den Bus ĂŒbern Winter in die Garage zu packen. :gr Ich hĂ€nge mal paar Bilder an und bin gespannt auf eure Antworten.

Hier die erwÀhnten Bilder :
BildFrontscheibe Links
Bild Falz vorne Links
Bild Frontscheibe Rechts
BildFalz bei FahrertĂŒre ( Wurde schonmal nachgebessert.. )
BildFalz links Mitte
BildRadlauf Hinten Links ( Knuspert schon gut beim ReindrĂŒcken.)
BildGleiches Thema nur Rechts..
BildUnten bei SchiebetĂŒre
BildFĂŒhrungsschiene
Bild Einstieg Rechts

Am meisten Angst machen mir die Falze um ehrlich zu sein.. Dichtungsmasse ist bei fast allen rissig und bei manchen fÀrbt sich der Falz schon leicht brÀunlich.

Ich hoffe ich habe euch nicht gleich ĂŒberflutet mit Bildern, und danke schonmal im Vorraus.

Mfg Basti :)
DateianhÀnge
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DSC_0282.JPG
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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon jounny » 09.10.2017, 14:13

Bei mir Àhnliche Situation, habe hier im Forum auch schonmal gefragt, schicke Dir mal den Link. https://bulliforum.com/viewtopic.php?f=1&t=98468
Ich habe mich dafĂŒr entschieden, dass ich die kritischen Stellen vor dem Winter ordentlich einfette. Nur bei wirklich schlimmen Stellen wĂŒrde ich schon davor an die Rostbehandlung. Wenn du den Wagen fĂ€hrst, wenn gestreut wird, tu dies nur, wenn du die Möglichkeit hast, den Wagen von unten zu waschen. Die richtige Rostbehandlung wĂŒrde ich nach dem Winter angehen. Dann so, wie hinter dem Link beschrieben. Das wĂ€ren meine Tipps, bin aber ebenfalls sehr unerfahren, lasse mich auch gerne eines besseren belehren.
Liebe GrĂŒĂŸe, Johannes

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon jounny » 09.10.2017, 14:19

Wenn Du vor dem Winter ausgiebig Zeit fĂŒr die Rostbehandlung hast, kannst du es ja auch schon davor machen. Aber nach dem Winter, insbesondere wenn gestreut wurde, wĂŒrde ich Dir raten nochmal beizugehen. Liebe GrĂŒĂŸe, Johannes
Zuletzt geÀndert von jounny am 09.10.2017, 14:22, insgesamt 1-mal geÀndert.

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon burger » 09.10.2017, 14:21

Einfetten klingt schonmal gut aber denkt ihr daran das der Rost meist von Innen her kommt? Besonders in den unteren Regionen, da sitzt der Rost in den HohlrĂ€umen und frisst sich langsam nach außen durch. Da braucht es eine wirksame Hohlraumversiegelung, da nĂŒtzt eine Behandlung von außen nicht viel. Man sollte dabei auch mal alle Innenverkleidungen abbauen. Die Frontscheibe am besten ausbauen und mit nem neuen Gummi und ordentlich Mike Sanders wieder rein. Dauert eine gute Stunde.
Gruß aus OWL,
Markus

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon jounny » 09.10.2017, 14:25

Ja, auf jeden Fall! Ich werde die gesamte Innenverkleidung ausbauen und alles von innen versiegeln, aber ich habe dafĂŒr auch 8 Wochen Zeit, weiß nicht wie das bei Basti aussieht. Habe aber gehört, dass Scheiben ausbauen sehr schwierig sein soll, stimmt das? Weil ich möchte mir nicht alle Scheiben kaputt machen...

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon burger » 09.10.2017, 14:28

Nein die Scheibe geht dabei nicht kaputt. Aber es sind Verbundglasscheiben, die sehr schnell springen. Daher geht raus drĂŒcken nicht, das Gummi muss zerschnitten werden (entlang der Scheibe, einmal in die Runde). Soll ja aber eh ein neues rein.
Gruß aus OWL,
Markus

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon puckel0114 » 09.10.2017, 14:29

Seitenscheiben kein Problem, Gummi rundherum einmal anlösen und dann von innen mit den FĂŒĂŸen Druck drauf geben und vorsichtig raus drĂŒcken.
Frontscheibe Dichtung zerschneiden und Scheibe rausnehmen.
Gruß aus Königswinter
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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon Muhe » 09.10.2017, 17:03

Wie schon geschreiben wurde: der Rost kommt oft von innen. Einfachste und gĂŒnstigste Selbstmacher-Variante der Hohlraumversiegelung wĂ€re Fluid Film Spray mit 1/2m-Sonde. Klick dich mal durch die Infos vom Korrossionsschutzdepot: https://www.korrosionsschutz-depot.de/

ABER: falls du die Stellen demnĂ€chst richtig entfernen (lassen) möchtest, wird dir das Fett dann natĂŒrlich immer wieder einen Streich spielen. Sei es beim Schweißen oder nur beim Anwenden von Rostentfernern/umwandlern/versieglern.

Daher muss das gut ĂŒberlegt werdne.

Aber so wie das aussieht, solltest du vor dem Winter auf jeden Fall noch irgendetwas unternehmen!

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon Bullistattvollgas » 10.10.2017, 14:09

Low Budget und Low Afford bei gutem Ergebnis ist auch das Einpinseln/-sprĂŒhen mit Lackleinöl (nicht Firnis) ,
zieht wochenlang durch Ritzen und Blechfalze, hĂ€rtet irgendwann aus und macht dann keine großen Probleme mehr beim Schweißen/Bekleben/Entfernen. 8-)
Umweltfreundlich und ungiftig dazu - kannst trinken. :bier
FĂŒr HohlrĂ€ume mit Citrusterpen oder Balsamterpentin(-ersatz) verdĂŒnnen und mittels DrucksprĂŒhflasche+VerlĂ€ngerung o.Ä. in die HohlrĂ€ume bringen.
Besser aber Verkleidung ab, Gammel raus, einpinseln, wieder zu.
Dann kannst du mit fĂŒr die Resto planen :g5
GrĂŒĂŸe, Bojan

Ein Bus fÀhrt Gassi...und zwar den Fahrer :sun

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon DeutschePost » 10.10.2017, 22:36

Erstmal danke fĂŒr die ganzen Antworten !! 8-)
Das war genau das was ich mir auch gedacht hatte, werde die falze alle noch entrosten Vorm Winter und den Rest wie Einstiege, schiebetĂŒrschiiene, unter Frontscheibe etc. So behandeln wie ihr es mir jetzt geraten habt. Obwohl es sich ja fast noch rentieren wĂŒrde alles vorm Winter zu machen :gr sind ja (hoffentlich) noch paar Wochen bis gestreut wird. Ich berichte wenn ich fertig bin :-)

Und wie wĂŒrdet ihr den Rostbefall allgemein einschĂ€tzen ? Schon gut dabei oder hĂ€lt sich das ganze noch im Rahmen ? :roll:

Danke an alle Beteiligten gn8

Lg Basti

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon DeutschePost » 10.10.2017, 22:41

Und an Johannes :
Danke fĂŒr den Link, steht einiges an nĂŒtzlichen Dingen drin die ich gebrauchen kann :bier

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon burger » 11.10.2017, 07:50

DeutschePost hat geschrieben:Das war genau das was ich mir auch gedacht hatte, werde die falze alle noch entrosten Vorm Winter und den Rest wie Einstiege, schiebetĂŒrschiiene, unter Frontscheibe etc. So behandeln wie ihr es mir jetzt geraten habt.

Mh fĂŒr mich klingt das noch immer nach "ich pinsel von außen irgendwas drauf". Vielleicht fasse ich es auch falsch auf aber die wichtigeste Aussage war doch "du musst von innen dran". Nicht nur von der Außenseite.
Gruß aus OWL,
Markus

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon Acoustico » 11.10.2017, 11:40

Gibt es eigentliche eine Art KonservierungsĂŒbersicht, auf der so die gĂ€ngigen HohlrĂ€ume zu sehen sind und wie man am besten ran kommt?
Ich kenne das vom Mini, dass es extra Stopfen in den Seitenschweller gibt, damit man von innen gut mit einer Sonde reinkommt.
Gruß, Dennis
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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon newt3 » 12.10.2017, 14:48

das einfachste wÀre:
fluid film (zb das geleeartige aus der dose, ich glaub das heißt AR) und mit pinszel oder alter zahnbĂŒrste aussen auf den nĂ€hten auftragen.
wenn es sich wegwÀscht ggf wiederholen. so eine dose ist recht ergibig.

willst du mehr aufwand:
- alle innenverkleidungen weg und das gleiche noch von innen
- und eigentlich macht es auch sinn den ganzen unterboden mal einzupinseln (denn hier und da rostet es unterm unterbodenschutz, der unterbodenschutz bekommt risse und wasser und feuchtigkeit kommt nun von beiden seiten also innen und aussen ran). (natĂŒrlich kannst unten auch andere dinge nehmen. seilfett, ggf sogar wd40 oder anderes kriechöl und munter drauf lossprĂŒhen und hinterher halt seitfett oder unterbodenschutz auf wachsbasis)
- kompressor ist hilfreich. sprĂŒhdosen (unterbodenschutz, fluidfilm etc pp) kosten oft das doppelte wie eben gebinde ohne treibmittel, sind mitunter kleiner oder auch weniger ergibig. den unterboden komplett von hand einzupinseln ist doch etwas zeitaufwĂ€ndig. desweiten kannst mit dem kompressor und entsprechender lanze eben auch ordentlich in die holme (was von hand gar nicht geht und mit sprĂŒhdosen eben recht kostenintensiv ist). zwecks der holme gibt es fĂŒr den t3 einen ordentlichen hohlraumplan (die trĂ€ger sind zwar alle dick aber irgendwann knuspert es eben auch dort. ist auch modelljahrabhĂ€ngig und produktionswerkabhĂ€ngig wie stark oder wo das zuerst anfĂ€ngt...die grazer modelle sind da mitunter böse)

und willst du es richtig:
- mechanisch entrosten. dort wo das blech sich nicht blankmachen lĂ€ĂŸt oder gar direkt löcher bekommt eben blech ersetzen
- hinterher vernĂŒnftiger lackaufbau
- eine vorherige konservierung ist dabei nervig, weil fette und wachse eben ggf schon beim raustrennen der bleche fĂŒr gestank und gespritze sorgen, beim einschweissen erst recht und wenn die ganze karre trifft kann es in der warmen lackierkabine auch passieren dass neue grundierung, lack usw eben direkt unterwandert werden
---->sprich wenn du in naher zukunft ersthaft drangehst, dann mach ĂŒber diesen winder lieber nur was von aussen, ĂŒbertreib es auch unten nicht und lass die innengeschichte erstmal weg. die ist dann dran wenn eben schweissen und lackieren erledigt.
VERKAUFE DIVERSE TEILE AUS DOKA 1.6TD JX 11/1992 168538km http://www.bulliforum.com/viewtopic.php?f=10&t=90914

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon DeutschePost » 12.10.2017, 21:15

@burger hatte mich falsch ausgedrĂŒckt, wie schon erwĂ€hnt entroste ich die Falze definitiv noch richtig vorm Winter. SchiebetĂŒrschiene und hinten an den radlĂ€ufen werde ich den Rost so gut wies geht abschleifen und umwandler draufpinseln - das gleiche auch an den einstiegen, danach so gut wies geht konservieren um vorm Salz geschĂŒtzt zu sein. ( alles auch von innen behandeln wie von euch beschrieben) Blecharbeiten werde ich im FrĂŒhjahr durchfĂŒhren und dann aber auch richtig. Einzige Frage was mir noch durch den Kopf schießt ist das mit der Frontscheibe .. jetzt Scheibe raus (Dichtung zerschneiden) Mike Sanders rein und dann mit ner neuen die Scheibe wieder einsetzen..? Wenn ich mich dann im FrĂŒhjahr intensiv um den Rost kĂŒmmern will kann ich die gleiche Prozedur wiederholen und wieder die - eigentlich neue -Dichtung rausschneiden und wieder ne neue kaufen ?? Gibts auch ne Möglichkeit mit weniger dichtungsverschleiss oder hab ich dich da falsch verstanden ? :gr danke im Voraus !!

Lg Basti :-)

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon burger » 13.10.2017, 08:24

DeutschePost hat geschrieben:Wenn ich mich dann im FrĂŒhjahr intensiv um den Rost kĂŒmmern will kann ich die gleiche Prozedur wiederholen und wieder die - eigentlich neue -Dichtung rausschneiden und wieder ne neue kaufen ??

Naja man kann versuchen die Scheibe mit heiler Dichtung rauszudrĂŒcken. Manchmal klappts. Aber wenn es dann "KRRRRRK" macht wirst du dich fragen weshalb du wegen 25€ dieses Risiko eingegangen bist. Oder du machst es jetzt zumindest an dieser Stelle gleich richtig.
Gruß aus OWL,
Markus

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon Muhe » 13.10.2017, 11:35

Bullistattvollgas hat geschrieben:Low Budget und Low Afford bei gutem Ergebnis ist auch das Einpinseln/-sprĂŒhen mit Lackleinöl (nicht Firnis) ,
zieht wochenlang durch Ritzen und Blechfalze, hĂ€rtet irgendwann aus und macht dann keine großen Probleme mehr beim Schweißen/Bekleben/Entfernen.

Darf ich mich da mit einer Zwischenfrage einklinken, bevor ich einen extra Thread deshalb aufmache:

Das Owatrol-Öl, also Leinölfirnis wird ja nach mehreren Minuten extrem dĂŒnnflĂŒssig und kriecht dann ĂŒberall rein. Ich nehme an, reines Leinöl macht das nicht, oder? (Zumindest habe ich das auf meinem Salat noch nie beobachtet :mrgreen: )

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon burger » 13.10.2017, 12:54

Hier gibts infos dazu:
http://www.korrosionsschutz-depot.de/me ... watrol.pdf
GrundsÀtzlich sind Owatrol und Leinöl sehr Àhnlich. Zu beidem steht aber hier meiner Meinung nach Unrichtiges:
Leinöl kriecht nicht wochenlang sondern trocknet nach einigen Stunden aus. Das gleiche macht Owatrol.
Es wird allerdings nicht nach kurzer Zeit dĂŒnnflĂŒssig sondern ist es von Anfang an.
Spielt ja aber keine große Rolle, ich wollte es nur richtig stellen.
Gruß aus OWL,
Markus

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon Bullistattvollgas » 13.10.2017, 14:29

:-bla /on: Lackleinöl ist nicht Salatöl oder Owatrol, sondern ein (ansonsten relativ reines) Stoffgemisch verschiedenkettiger ÖlsĂ€uren.
Dadurch braucht es lÀnger zur Polymerisation, da es an Katalysatoren mangelt.
Die Trocknungsgeschwindigkeit hĂ€ngt ferner von Untergrund, Schichtdicke, Temperatur, Luftfeuchte und BelĂŒftung ab.
Die KriechfÀhigkeit lÀsst sich mit Lösemitteln weiter verbessern, dadurch sinken auch Schichtdicke und Trocknungszeit.
In einem engen Falz hinter der Dichtmasse kriecht das Öl laaange... Schau bei Interesse zB mal bei den Holzhandwerksprofis, was die fĂŒr Trocknungszeiten fĂŒr Leinöl-Grundierungen veranschlagen. OberflĂ€chlich trocken heisst nicht durchgetrocknet. :-bla /off
Extrembeispiele:
Eine 5mĂŒ Schicht, zb nach dem Abwischen auf Lack/Blech, kann nach wenigen Stunden "trocken" sein (dĂŒnn, exponiert, Verunreinigungen)
Das Öl in der Flasche bleibt auf Jahrzehnte flĂŒssig (dick, kaum BelĂŒftung).

Dazwischen ist, von chemischer Seite gesehn, alles möglich, deshalb : :looser und :bier
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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon Muhe » 13.10.2017, 14:46

Danke euch, alles sehr interessant! :g5

Aber ich finde das komisch! Ich hĂ€tte schwören können, dass ich beobachtet habe, dass Owatrol nach 10-30 Minuten einen "AktivitĂ€tsschub" zeigt und sich nochmal verflĂŒssigt. Ich habe das mal an einer grĂ¶ĂŸeren angerosteten Platte beobachtet, an der nach einiger Zeit ganz plötzlich das ganze Owatrol ĂŒberall runtergelaufen ist. Mein Karrossieriebauer hat diese Beobachtung dann bestĂ€tigt. Ich dachte, das wĂ€re auch der Grund, warum man Owatrol mehrmals im (mindestens) 10-Minuten-Abstand auftragen soll.

Edit: ach ja, und schönes Wochenendeeeeee! :bier

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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon burger » 13.10.2017, 14:56

Muhe hat geschrieben:Aber ich finde das komisch! Ich hĂ€tte schwören können, dass ich beobachtet habe, dass Owatrol nach 10-30 Minuten einen "AktivitĂ€tsschub" zeigt und sich nochmal verflĂŒssigt.

Ist vielleicht ein verstecktes Feature.
WĂŒnsche ebenfalls ein schönes WE :sun
Gruß aus OWL,
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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon newt3 » 14.10.2017, 12:01

bei der Frontscheibe nimmst du halbe buntstifte und steckst sie von innen unter die dichtung.
dann drĂŒckst du die scheibe von innen nach aussen raus.
geht normal auch alleine, so dass man sie wenn sie ein stĂŒck draussen ist dann von vorne alleine rausholen kann. macht sich zu zweit (einer innen einer aussen) oder zu dritt (2 innen, einer draussen) aber halt noch besser.

wenn du noch eine originale scheibendichtung hast dann wĂŒrd ich die auch wiederbenutzen (und sie eben nicht zerschnippeln).

probleme kriegst du nur, wenn du eben nichts unterpackst also die scheibe eben voll belastest.
oder wenn die scheibe oder dichtung - zu frĂŒherer zeit - irgendwann mal jemand noch zusĂ€tzlich mit irgendwas eingeklebt wurde!

aber ich bleib bei meiner meinung:
wenn du da im frĂŒhjahr sowieso richtig drangehst, dann wĂŒrd ich aktuell nicht mehr machen als eben fluid film (geleeartig) von aussen draufpinseln. auch im bereich der scheibe.
alles andere ist nur doppelte arbeit, kostet zeit und geld, und so manche dinge stören dann im frĂŒhjahr eben sogar.
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Re: Rostbehandlung vor Winter

Beitragvon FrĂ€nkie » 17.10.2017, 09:05

Bullistattvollgas hat geschrieben::-bla /on: Lackleinöl ist nicht Salatöl oder Owatrol, sondern ein (ansonsten relativ reines) Stoffgemisch verschiedenkettiger ÖlsĂ€uren.
Dadurch braucht es lÀnger zur Polymerisation, da es an Katalysatoren mangelt.
Die Trocknungsgeschwindigkeit hĂ€ngt ferner von Untergrund, Schichtdicke, Temperatur, Luftfeuchte und BelĂŒftung ab.
Die KriechfÀhigkeit lÀsst sich mit Lösemitteln weiter verbessern, dadurch sinken auch Schichtdicke und Trocknungszeit.
In einem engen Falz hinter der Dichtmasse kriecht das Öl laaange... Schau bei Interesse zB mal bei den Holzhandwerksprofis, was die fĂŒr Trocknungszeiten fĂŒr Leinöl-Grundierungen veranschlagen. OberflĂ€chlich trocken heisst nicht durchgetrocknet. :-bla /off
Extrembeispiele:
Eine 5mĂŒ Schicht, zb nach dem Abwischen auf Lack/Blech, kann nach wenigen Stunden "trocken" sein (dĂŒnn, exponiert, Verunreinigungen)
Das Öl in der Flasche bleibt auf Jahrzehnte flĂŒssig (dick, kaum BelĂŒftung).

Dazwischen ist, von chemischer Seite gesehn, alles möglich, deshalb : :looser und :bier



Wenn du mal ins Technische Merkblatt on Owatrol schaust kriegst du raus es ist schlicht mit Terpentinersatz verdĂŒnnte Leinölfirnis..etwa 1:1 bis 1:2 je nachdem wie dĂŒnn du es haben willst kannst du das auch selber herstellen, ist auch sehr viel preiswerter... lediglich das owatrol-öl-spray hat wegen der Handhabbarkeit Vorteile, ansonsten muss man nich das teure Zeug kaufen...;o)


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